Feinkost und frische Convenience-Produkte

Feinkost und frische Convenience-Produkte

Trüffel

Schon immer heißbegehrt

Die ersten Trüffelliebhaber waren vermutlich Steinzeitmenschen.
Beim Sammeln von Beeren und Pilzen dürften sie wohl hin und wieder die eine oder andere Trüffel gefunden haben. Bekannt waren Trüffeln auch den Menschen in Mesopotamien, dem Land zwischen Euphrat und Tigris, indem auch angeblich das Paradies angesiedelt war. Doch für absolut unwiderstehlich hielt der sagenhafte ägyptische Pharao Cheops die Trüffel, er verspeiste sie mit Vorliebe in Gänsefett gebraten. Erst richtig verbreitete sich der Mythos der Trüffel in der Antike.
Als kostbare Delikatesse und Aphrodisiakum war sie bei Griechen und Römern gleichermaßen geschätzt. Die Römer weihten die Trüffel sogar ihrer Göttin Venus. Und Aicius, ein hoch angesehener Patrizier und berühmter Feinschmecker widmete ihr ein ganzes Kochbuch.
Erst im hohen Mittelalter verschwand sie fast gänzlich von den Tafeln, sie galt als Inbegriff der Sünde.
Wieder in aller Munde bei Klerus und Adel, war die Trüffel in der Renaissance. Sie durfte auf keinem Bankett fehlen.
Der Dichter Petrarca war nicht nur Donna Leon zugetan, auch der Trüffel widmete er ein ganzes Sonett.
Und als kostbares Geschenk unübertroffen, war sie selbst Päpsten eine Sünde wert.
Im 19. Jh. galt sie weithin als Symbol für Vornehmheit und Reichtum.
Sogar auf dem Abschlussball des Wiener Kongresses spielte die edle Knolle eine herausragende kulinarische Rolle.